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Meine Fußball-Begeisterung bekam ich im Grunde schon in die Wiege gelegt. Mein Vater sah sich jedes Spiel an, das übertragen wurde. Natürlich mit mir an seiner Seite. Mein Weg war also schon vorgegeben. Besuche unseres Stadtclubs, dem FC Dornbirn, gehörten selbstverständlich zu unserem Pflichtprogramm. 

Aber leider wurden zu dieser Zeit (wir sprechen von den 80ern) 

noch nicht viele Spiele im Fernsehen übertragen. Schon gar nicht die

englische Meisterschaft.  Gleichwohl interessierte ich mich schon früh

für den englischen Fußball. Bei den Großturnieren 

drückte ich immer den Mannschaften von der Insel meine 

Daumen. So fiel mir damals Gary Lineker auf und ich begann, mich

für den englischen Club-Fußball zu interessieren. 

Anfangs noch oberflächlich, aber spätestens nach der 

Ausstrahlung einer Zusammenfassung im Jahre 1986, in der ich

das erste Mal Manchester United sah, war es um mich

geschehen. Ich habe sofort Feuer gefangen. 

An Informationen zu kommen, war zu der Zeit praktisch

unmöglich. Der Umstand, dass ich in Österreich lebe,

vereinfachte die Sache nicht unbedingt. Es gab noch

kein Internet und auch keine privaten TV Sender. Trotzdem gab

ich mein bestes, sah mir jede Zusammenfassung an, die

ausgestrahlt wurde – immer in der Hoffnung, etwas von United zu

sehen. Ich nötigte meine Mutter, mir Sportzeitschriften zu kaufen –

in der Hoffnung, einen Artikel über britischen Fußball zu finden.

Der gute alte Teletext erledigte den Rest meines Wissensdurstes.

 

Jedes einzelne Spiel, das im TV übertagen wurde, war für mich ein

Highlight und wurde zelebriert. Als ich schließlich das erste mal

Eric Cantona spielen sah, war ich wie elektrisiert. Was für ein Spieler.  

Einfach großartig.

So vergingen die Jahre und die Übertragungen wurden immer mehr. Später kam das Internet dazu – was für ein Segen! Endlich konnte alles nachgeholt werden, was die Jahre zuvor nicht möglich war. 

 

Mein erster Besuch im Old Trafford war vor 8 Jahren. Meine Frau und ich machten eine Rundreise mit dem Wohnmobil durch Schottland. Auf dem Nachhause Weg fuhren wir den Umweg nach Manchester. Es war zu diesem Zeitpunkt zwar kein Spiel, trotzdem machten wir natürlich die Stadion-Tour. Und es war einfach unbeschreiblich, das erste Mal in diesem Stadion zu sein.

 

Aufgrund meiner ausgeprägten Flugangst konnte ich mich erst vor fünf Jahren überwinden, nach Manchester zu fliegen, um ein Spiel zu besuchen. Es war ein einprägendes Erlebnis. Das vollbesetzte Stadion, die tollen Menschen und die Stadt an sich. Einfach unbeschreiblich.

 

Seit diesem Tag fliege ich regelmäßig nach Manchester. Meine Flugangst immer im Gepäck. United ist auch der einzige Grund, warum ich in ein Flugzeug steige. Meine Schwester wohnt seit 26 Jahren in Los Angeles, aber ich war sie noch nie besuchen. Wenn, dann kommt sie in Österreich vorbei…

 

Jedes einzelne mal in Manchester ist einzigartig. Ich habe dabei so viele tolle Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen. Genau das ist es, was der Club für mich ausmacht. Er ist eine 

große Familie, die Red Family eben. 

 

Mein bester Moment ist schwer festzustellen. Es gab so viele. Doch einen möchte ich hervorheben: Und zwar, als ich die Familie Murphy kennengelernt habe. Sehr liebevolle und tolle Menschen und inzwischen sind wir mehr als Freunde. 

Das ist auch der Grund warum ich vor Jahren mit einer Whats-App-Gruppe gestartet habe. ein Jahr später folgte eine Facebook-Gruppe und nun kommt diese Homepage zu unserem Verein. Um noch mehr Fans zu verbinden und unser gemeinsames Wissen zu teilen.


Ebenso muss ich meiner Frau Christine danken, die meine Leidenschaft voll unterstützt. Es dreht sich bei mir alles um den Verein. Die Freizeit wird nach dem Spielplan gestaltet. Ich habe mir meine eigene Bar gebaut, bin an beiden Armen komplett tätowiert. Der zweite ist bald fertig und auch meine Frau ist mittlerweile mit dem United-Gen infiziert. 

 

Zum Schluss meine Lieblingsspieler. Es gibt so viele, die man erwähnen müsste. Aber da ich auch Spiele ansehe, die vor meiner Geburt waren, schließe ich alle in die Auswahl ein. Und dann kann es nur Georgie Boy, Duncan Edwards und Eric Cantona sein.

 

Ich freue mich schon auf neue Abenteuer in der Zukunft. Und auf glorreiche Zeiten mit unserem geliebten Verein.

 

We keep the Red Flag flying high!

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